LANKARA – Erdheilung & Weibliches Urwissen

La Loba - Die Wolfsfrau

„Die Wolfsfrau – Die Kraft der weiblichen Urinstinkte“

La Loba, die Wolfsfrau, ist ein uralter Archetyp weiblicher Kraft. Sie stammt aus den Geschichten von Clarissa Pinkola Estés und lebt in jeder Frau, die sich erinnert.

Mein Kompendium über das wundervolle Buch von Clarissa Pinkola Estés.

Ikonisches Symbol La Loba – Frau und Wolf vereint als Archetyp des Wilden Weiblichen.

La Loba – die Wolfsfrau als Archetyp der Rückholung

Der Gesang über die Knochen
Bevor die Geschichten beginnen, ruft die alte Stimme. Sie singt durch deine Zellen, durch dein Blut, sie ruft dich heim. Heim zur Erinnerung, dass du mehr bist als dein Alltag, mehr als deine Wunden, mehr als deine Angst. Der Gesang über die Knochen ist kein Lied – er ist der Beginn deiner Rückkehr.
Die Rückkehr der Wolfsfrau
Die Wilde Frau lebt in uns – uralt, weise, ungezähmt. Sie ist unser Ursprung, unser inneres Wissen, unsere instinktive Wahrheit. Doch sie wurde verdrängt, vergessen, gezähmt. Dies ist der erste Ruf, sie zurückzuholen – über die Mythen, Geschichten und Träume. Die Wolfsfrau steht symbolisch für das Wissen um das Leben, den Tod und die Wiedergeburt. Ich erkenne die Wölfin in mir. Die, die sammelt. Die, die nicht aufgibt, bis sie ganz ist. Ich bin die, die den letzten Knochen findet. Ich bin die, die singt. Ich bin die, die ruft. Mein Rudel beginnt zu atmen – fern noch, aber sie hören mich. Die Wunde des Vergessens. Der Schmerz, mich selbst gezähmt zu haben, um zu passen. Der stille Ruf derer in mir, die zu lange geschwiegen haben. Ich habe mich selbst in den Schatten gestellt – aus Angst, zu viel zu sein. Welche Kraft wurde freigesetzt? Erinnerung. Tiefe Erdung. Der Mut, ungeschönt wild zu sein. Der erste Schlag der Trommel – Circle of Wolves beginnt zu leben. Was nehme ich mit für mein Wirken? Ich will Räume schaffen, in denen Frauen ihre verlorenen Anteile bergen dürfen. Ich bin bereit, die Knochen der Geschichten zu tragen. Ich bin bereit, andere beim Singen ihrer Lieder zu begleiten.
Essenz des Kapitels
„Nur wer die Knochen kennt, kann sich selbst wieder zusammensetzen.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Dein Herz erinnert sich längst. Du musst nur still genug werden, um es wieder zu hören.“
Heilimpuls
„Lies heute laut eine Passage aus dem Buch. Sprich sie wie ein Versprechen – an dich selbst.“
Kapitel 1 - Das Geheul
Tief in den Weiten der Seele lebt eine uralte Frau. Sie sammelt die vergessenen Knochen, die zerstreuten Teile deiner wilden Natur. Sie singt das Lied vom Erinnern, das Lied, das dich zurückruft in deine Ganzheit. La Loba ist nicht sanft – sie ist weise, wild und unermüdlich. Dieses Kapitel ist der Beginn deiner Rückkehr.
Essenz
„Dort, wo das Lied die Knochen berührt, beginnt das Leben von Neuem.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Sammle dich, Schwester. Stück für Stück. Du bist nicht verloren – nur vergessen.“
Heilimpuls
„Finde heute einen ‚Knochen‘ – ein Symbol, ein Wort, ein Bild deiner Urnatur – und lege ihn auf deinen Altar.“
Kapitel 2 - Der blaue Bart
In dir lebt ein uralter Wächter des Schweigens – das innere Raubtier. Es flüstert Zweifel, verbietet Fragen, kontrolliert das Licht. Doch da ist auch deine tiefwissende Seele, die ahnt, dass etwas nicht stimmt. Dieses Kapitel ist der Ruf, den verbotenen Keller zu betreten und zu sehen, was du nicht sehen solltest – und endlich musst.
Essenz
„Wenn der blaue Bart den Keller öffnet, beginnt das grosse Erinnern.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Hör hin, Schwester. Du wusstest es immer. Du wolltest es nur nicht sehen.“
Heilimpuls
„Sprich heute aus, was du lange verschwiegen hast – auch wenn nur vor dir selbst.“
Kapitel 3 - Vasalia die Weise
Vasalisa, das brave Mädchen, wird hinaus in den Wald geschickt – weg vom Alten, hinein ins Wilde, Dunkle, Instinktive. In ihrer Tasche: ein Püppchen – ein Geschenk der Mutter, ein Symbol weiblicher Intuition, die niemals ganz verstummt. Doch um sie wieder zu hören, muss Vasalisa Prüfungen bestehen. Sie muss sich führen lassen von etwas, das jenseits der Logik liegt. Dieses Kapitel erinnert dich daran, dass deine innere Stimme lebt – wenn du bereit bist, durch die Dunkelheit zu gehen.
Essenz
„Die Puppe in deiner Tasche kennt den Weg – selbst wenn du ihn vergessen hast.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Vertrau deinem inneren Wissen. Deine Intuition ist kein Flüstern – sie ist ein uralter Gesang.“
Heilimpuls
„Nähe dir ein kleines Püppchen. Lade sie ein, mit dir zu sprechen. Lausche.“
Kapitel 4 - Manawee
In dir wohnen zwei – oder mehr. Nicht widersprüchlich, sondern miteinander verwoben. Die eine ist die Wildheit, das Urtier, das durch Wälder rennt. Die andere ist die Weisheit, die leise spricht, wenn du endlich still wirst. Manawee erinnert dich daran, dass du dich nicht entscheiden musst – sondern erinnern darfst, dass du viele bist und doch eins. Diese Geschichte ruft dich auf, den Dialog zwischen deinen inneren Naturen aufzunehmen – nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen.
Essenz
„Du bist nicht zerrissen – du bist vollständig in deiner Zweiheit. Erst wenn du beide Seiten annimmst, erinnert sich deine Seele an sich selbst.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Die eine kennt die andere. Die Wilde in dir liebt auch die Sanfte. Vereine sie – und du wirst nie mehr nach Ganzheit suchen müssen.“
Heilimpuls
„Schreib heute zwei Briefe – einen aus der Sicht deiner wilden, ungezähmten Seite, einen aus der deiner stillen, lauschenden Kraft. Dann lies beide laut – und erkenne: Du bist beide. Und mehr.“
Kapitel 5 - Skelettfrau
Tief auf dem Grund des Ozeans liegt das, was einmal geliebt wurde – und verstossen, sobald es unbequem wurde. Die Skelettfrau ist kein Gespenst. Sie ist Erinnerung. An das, was Liebe wirklich bedeutet: Sterben. Offenbaren. Bleiben. Sie zeigt sich erst dann, wenn du den Mut hast, nicht zu fliehen, sondern dich in der Tiefe berühren zu lassen. Dieses Kapitel erzählt vom Erschrecken und vom Erwachen, vom Aushalten und Atmen, vom Rhythmus des Herzens, der nur wieder klingt, wenn du bereit bist, deinen Tod in den Armen zu halten.
Essenz
„Nur wer den Tod im Netz der Liebe birgt, kann wahrhaft lebendig sein.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Zieh dich nicht zurück, wenn es ernst wird. Liebe auch das, was Angst macht.“
Heilimpuls
„Stell dich heute deiner Angst. Betrachte sie wie ein Wesen. Gib ihr einen Namen.“
Kapitel 6 - Das hässliche Entlein
Du wurdest in eine Welt geboren, die dich nicht erkannte. Dein Leuchten passte nicht in die Formen, die man dir überstülpte. Also glaubtest du, dass mit dir etwas nicht stimmt. Du ducktest dich. Du schrumpftest. Du wartetest. Dieses Kapitel ist kein Märchen. Es ist ein Spiegel deiner tiefsten Verletzung – und deines grössten Potentials. Denn das Entlein war nie hässlich. Es war nur noch nicht da angekommen, wo es sich selbst im Wasser erkennen konnte. Jetzt beginnt die Rückkehr. In deine Schönheit. In deine Wahrheit. In dein Licht.
Essenz
„Du bist kein Fehler, sondern ein Versprechen. Erkenne dich im Spiegel des Wassers – und du wirst fliegen.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Dein Platz war nie dort, wo du dich klein machen musstest. Geh dorthin, wo du erstrahlen darfst.“
Heilimpuls
„Finde heute ein altes Foto oder eine Kindheitserinnerung, in der du dich nicht schön gefühlt hast. Halte es mit liebevollen Augen. Sprich zu deinem damaligen Selbst: Du warst immer schon genau richtig.“
Kapitel 7 - La Mariposa
Es beginnt leise. Ein Flattern unter der Haut. Ein Drängen im Innern, das nicht mehr schweigen will. La Mariposa, die Schmetterlingsfrau, ruft dich zurück in den Zyklus: Sterben. Häuten. Werden. Sie erinnert dich daran, dass wahre Wandlung nicht glänzt – sondern aus Dunkelheit geboren wird. Dass der Kokon eng wird, bevor er aufreisst. Dass du erst sterben musst, um zu fliegen. In dir lebt die Kraft, die sich selbst immer wieder neu gebiert – nicht trotz der Brüche, sondern durch sie hindurch.
Essenz
„Du bist nicht zerbrochen. Du bist im Wandel. Vertrau dem Dunkel – es kennt deinen Flügelplan.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Lass zu, dass sich etwas häutet in dir. Widerstehe nicht. Du bist gemacht für den Flug.“
Heilimpuls
„Finde heute einen Gegenstand, der dich an eine frühere Version von dir erinnert. Halte ihn. Segne ihn. Und dann entscheide: Willst du ihn weitertragen – oder darf er gehen?“
Kapitel 8 - Die roten Schuhe
Es begann mit Sehnsucht. Nach Schönheit. Nach Zugehörigkeit. Nach Ausdruck. Doch die roten Schuhe waren nicht frei gewählt. Sie waren der Ersatz für das, was fehlte: ein heiliger Raum, in dem du gesehen wirst. Gehört. Gehalten. Und so begannen sie, dich zu tanzen. Immer weiter. Bis du dich selbst nicht mehr spürtest. Bis du nur noch funktionierst, weil du Angst hast, stillzustehen. Dieses Kapitel lädt dich ein, den Tanz zu unterbrechen. Die Wunde zu berühren, die du mit Bewegung betäubt hast. Und wieder zu wählen: Diesmal aus dir heraus.
Essenz
„Nicht alles, was glänzt, nährt dich. Finde die Stille unter dem Schritt – und du findest dich selbst.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Du darfst stehen bleiben. Du darfst müde sein. Dein Wert hängt nicht an deinem Tanz.“
Heilimpuls
„Zieh heute bewusst deine Schuhe aus. Setz dich barfuss auf die Erde. Spür den Boden – und frag dich: Wofür renne ich eigentlich?“
Kapitel 9 - Seehundfell
Irgendwann hast du deine Seelenhaut abgelegt. Vielleicht freiwillig. Vielleicht, weil man sie dir genommen hat. Seitdem wanderst du, leistest, funktionierst – doch etwas in dir sehnt sich nach dem Meer. Nach dem Ursprünglichen. Nach dem Weichen. Nach dem, was du warst, bevor du dich selbst vergessen hast. Dieses Kapitel erinnert dich: Du brauchst nicht länger angepasst durchs Leben zu paddeln. Du darfst dich erinnern. Und heimkehren. Denn das Fell ist nicht verloren. Es wartet auf dich – dort, wo du dich am wenigsten gesucht hast.
Essenz
„Deine Seelenhaut ist nicht weg – sie liegt dort, wo du zuletzt du warst.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Geh zurück an den Ort, wo du dich verlorst. Nicht um zu bleiben – sondern um dich abzuholen.“
Heilimpuls
„Schreib heute einen Brief an dein früheres Selbst. An die, die ihr Fell ablegte. Sag ihr, dass du sie holen kommst.“
Kapitel 10 - La Llorona
Hier weint eine Mutter, weil sie verlor, was sie nicht halten konnte. Hier friert ein Mädchen, das niemand sah, niemand hörte, niemand hielt. Und hier träumt eine Königstochter von Erlösung – durch Mut, durch Wahrheit, durch Gold. Dieses Kapitel vereint drei Stimmen, die dich an deine verlassenen inneren Anteile erinnern. Die, die du zurückgelassen hast. Die, die niemand schützen konnte. Die, die du in Kälte, Scham oder Hoffnungslosigkeit eingewickelt hast. Jetzt ist die Zeit gekommen, diese Anteile heimzurufen. Nicht aus Mitleid – sondern aus Würde.
Essenz
„Ruf die vergessenen Mädchen in dir zurück. Du bist bereit, sie zu wärmen.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Du kannst heute für sie da sein. Die, die niemand gehört hat, wartet auf deine Stimme.“
Heilimpuls
„Zünde heute ein Streichholz oder eine Kerze an – nicht für Licht im Aussen, sondern für jene in dir, die damals im Dunkeln blieben.“
Kapitel 11 - Baubo, die Göttin des Bauches
Hier bricht der Schmerz auf, roh und nackt. Hier weint die Mutter um das verlorene Kind. Hier lacht die Göttin durch ihr Geschlecht – und tanzt die Würde zurück in den Leib. Dieses Kapitel führt dich in Räume, die du vielleicht lieber nicht betreten würdest: Scham. Wut. Tabu. Doch genau dort liegt das, was dich ganz macht. Die Groteske offenbart das Wahre. Die absurde Wahrheit heilt das Verdrängte. Und das Göttliche zeigt sich manchmal dort, wo du am tiefsten gefallen bist. Dies ist kein leichter Weg. Aber ein heilsamer.
Essenz
„Manchmal ist es das Unaussprechliche, das dich am tiefsten befreit.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Du darfst hässlich sein. Du darfst schreien, lachen, bluten, trauern. Du darfst göttlich sein – genau da.“
Heilimpuls
„Zeig heute etwas, das du sonst versteckst. Dein Lachen. Deine Wut. Deine Narbe. Nicht für andere – sondern um dich selbst zu entketten.“
Kapitel 12 - Der Kragen des Bären
Du bist schon durch viele Dunkelheiten gegangen. Doch hier verlangt das Leben mehr als Durchhalten: Es verlangt Aufrichtung. Erdung. Klarheit. Der Bär ruft dich nicht zum Kuscheln – er prüft deine Würde. Ob du dich erinnerst, wer du bist, auch wenn dir niemand Beifall klatscht. Ob du den Kragen trägst, nicht aus Stolz – sondern aus Wahrheit. Die verdorrten Bäume zeigen dir, wo du zu lange gewartet hast. Wo deine Kraft sich zurückgezogen hat. Jetzt ist Zeit, dich aufzurichten. Nicht gegen etwas. Sondern für dich.
Essenz
„Du brauchst keine Erlaubnis, stark zu sein. Der Bär in dir kennt den Weg.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Du musst niemandem gefallen. Du musst dich nur erinnern, wie es sich anfühlt, ganz in dir zu stehen.“
Heilimpuls
„Stell dich heute barfuss vor einen Baum. Atme tief ein. Und dann sprich laut: Ich bin da. Ich bleibe. Ich wachse.“
Kapitel 13 - Die Frau mit dem Goldhaar
Es wurde dir beigebracht, dich klein zu machen. Nicht zu viel zu sein. Nicht zu sehr zu leuchten. Denn dein Gold könnte Neid wecken. Dein Strahlen könnte stören. Also hast du dein Licht vergraben. Vielleicht sogar verschenkt. An Menschen, die nie wussten, wie man etwas Heiliges hält. Doch das Gold in dir ist unzerstörbar. Es wartet. Es leuchtet im Verborgenen. Und dieses Kapitel erinnert dich: Du darfst es zurückholen. Dein Leuchten ist nicht arrogant. Es ist Erinnerung.
Essenz
„Du bist nicht zu viel. Du bist Gold. Und du darfst funkeln.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Dein Strahlen ist ein Segen. Nicht für andere – sondern für dich.“
Heilimpuls
„Zieh heute etwas an, das du selbst schön findet. Nur für dich. Dann stell dich vor den Spiegel – und sag: Ich bin Gold.“
Kapitel 14 - Die Jungfrau ohne Hände
Du hast alles gegeben. Manchmal sogar Teile von dir selbst. Vielleicht aus Liebe. Vielleicht aus Not. Vielleicht, weil du keine Wahl hattest. Und eines Tages wachst du auf – mit leeren Händen. Ohne Kontrolle. Ohne Sicherheiten. Dieses Kapitel spricht zu jener in dir, die gefallen ist. Die durch Dunkelheit ging, und trotzdem weiterliebte. Es geht nicht um Aufopferung. Es geht um das Vertrauen, dass selbst in der Ohnmacht die Heilung beginnt. Denn was dir einst genommen wurde, wird nicht auf ewig fehlen.
Essenz
„Manchmal heilt das, was fehlt. Und nicht das, was bleibt.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Du bist nicht gebrochen. Du bist bereit, neu zu empfangen.“
Heilimpuls
„Lege heute deine Hände auf dein Herz – im Geist, wenn nicht im Körper. Und flüstere dir selbst zu: Ich bin gehalten. Auch ohne zu greifen.“
Kapitel 15 - Canto Hondo - Der tiefe Gesang
Es ist kein Lied, das du im Aussen hörst. Es ist ein Klang, der durch Mark und Erinnerung fliesst. Manchmal ein Wispern. Manchmal ein Weinen. Manchmal das Brüllen eines Lebens, das sich weigert, leise zu sterben. Canto Hondo – das ist der Urgesang deiner Seele. Der Ton, der dich erschuf. Der Ton, der dich ruft. Er singt nicht für Applaus. Er singt, weil er lebt. Weil du lebst. Und wenn du wieder lernst, diesen Klang in dir zu hören, erinnerst du dich: Du bist nicht hier, um zu gefallen. Du bist hier, um zu klingen.
Essenz
„Dein tiefster Klang war nie stumm – du hast nur verlernt, hinzuhören.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Der Canto Hondo ist dein Ursprung. Sing nicht schön – sing echt.“
Heilimpuls
„Setz dich heute in die Stille. Spür in deinen Brustkorb. Und dann: Lass einen Klang entstehen. Egal wie roh, brüchig oder fremd. Er gehört dir.“
Kapitel 16 - Die Wimper des Wolfes
Es ist leicht, auf Zeichen zu warten. Auf das grosse Rufen. Auf ein klares „Jetzt geh!“. Doch manchmal ist es nur ein Blinzeln. Ein leiser Wind. Ein Hauch einer Berührung, wie die Wimper eines Wolfes auf deiner Haut. Dieses Kapitel ist die Einladung, der inneren Stimme zu vertrauen, auch wenn sie nicht schreit. Denn deine Führung ist da. Nicht laut, nicht grell – aber echt. Du bist verbunden. Warst es immer. Wirst es immer sein.
Essenz
„Nicht jeder Ruf kommt im Heulen. Manche kommen im Flüstern. Und du hörst sie trotzdem.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Dein Weg ist kein Irrweg. Die Wölfin in dir kennt jede Abzweigung. Auch wenn du sie vergessen hast.“
Heilimpuls
„Leg dich heute auf die Erde. Schliesse die Augen. Und lausche – nicht mit den Ohren, sondern mit der Haut.“
Nachwort
Du hast gelauscht. Geweint. Getanzt. Gesungen. Du hast Knochen gesammelt, die Haut wieder angezogen, und bist den Ruf der Wolfsfrau gegangen – nicht auf einem Weg, sondern durch ein Gewebe aus Geschichten. Denn Geschichten sind mehr als Worte. Sie sind Medizin. Sie erinnern uns daran, wer wir sind. Wer wir vergessen haben zu sein. Und wer wir wieder werden dürfen. Dieses Kapitel sagt nicht: Jetzt bist du fertig. Es fragt: Was wirst du weitertragen? Wen wirst du erinnern? Was wirst du singen? Denn auch deine Geschichte ist Medizin. Vielleicht für dich. Vielleicht für eine, die du noch nicht kennst. Aber sie wartet schon.
Essenz
„Geschichten heilen nicht, weil sie Antworten geben – sondern weil sie dich erinnern.“
Erinnerung der Wolfsfrau
„Du bist jetzt Hüterin des Erzählens. Erzähle aus deinem Herzen. Und du wirst nie allein sein.“
Heilimpuls
„Schreib heute einen Satz. Einen einzigen. Den du einer zukünftigen Frau schenken würdest. Und dann lies ihn dir selbst vor – als wärst du diese Frau.“
Der Kreis schliesst sich
Du bist gegangen… von der Wüste zur Tiefe, von der Jagd zur Rückkehr, vom Vergessen zum Erinnern. Jede Geschichte hat dich berührt, manche zart, manche wie ein Sturm. Doch du bist noch hier. Und jetzt beginnt deine eigene Erzählung. Du hast deine Wölfin nicht gefunden. Du hast sie zurückgerufen. Und sie ist gekommen.

La Loba flüstert

Geh in die Wüste. Freiwillig. Sammle Knochen. Singe. Und erinnere dich.

Sie sammelt Knochen und singt das Knochenlied, das das Wilde wieder ins Leben ruft.

Ikonisches Symbol La Loba – Frau und Wolf vereint als Archetyp des Wilden Weiblichen.

Dich hat mein Kompendium berührt und du willst das Buch lesen? Schreib mir, für mehr Informationen.

La Loba – die Wolfsfrau – ist die Hüterin der vergessenen Teile. Sie sammelt „Knochen“ (Uressenzen) und singt ihnen Leben ein. Archetypisch steht sie für Rückholung, Ganz‑Werden und die Auferstehung des Wilden im Menschen.

Es meint das Heimholen abgespaltener Anteile: alte Stimmen, verdrängte Begabungen, verborgene Instinkte.

Durch Aufmerksamkeit, Ritual & Stimme werden sie wieder integriert.

Wähle einen „Knochen“ (Stein, Holzstück) als Symbol. Halte ihn ans Herz und frage:

„Welcher Teil von mir will zurückkehren?“

Schreibe die erste Eingebung auf, summe einen Ton – das ist dein Knochenlied.

Sie ist tief, nicht dunkel. Sie führt ins Unbewusste, damit Licht und Leben zurückkehren können. Ihre Medizin ist erdend, instinktsicher und schützend.

Vertraue auf die leise Wirkung. Wiederhole es 3 Tage, je 3 Minuten. Manchmal zeigt sich das Bild erst im Traum, in einem Wort oder einer Synchronicität.

Ja. Frauenkreise, Schamanische Begleitung, Heilpflanzen‑Rituale und Runenarbeit verstärken den Prozess.

Wichtig ist Achtsamkeit & Integration (Tagebuch, Erdung, Wasser trinken).